Verhalten als Signal
Verstehende Pädagogik bedeutet, Verhalten im Kontext der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen zu verstehen und daraus beziehungsorientierte, passgenaue Interventionen abzuleiten.
Lassen Sie uns zusammenarbeiten
Pädagogik folgt keinem Standardrezept – erst recht nicht bei herausforderndem Verhalten. Meine Angebote beruhen auf erprobten Konzepten und werden passgenau an die Bedürfnisse Ihres Teams oder an Sie persönlich angepasst.
- Sie können mich für Seminare, Workshops und Vorträge buchen.
- Ich biete externe Beratung und Prozessbegleitung für Ihre Einrichtung an.
- Und ich gebe Einzelcoachings für Menschen, die im vertrauensvollen Rahmen Themen vertiefen wollen.
Lassen Sie sich von den meistgebuchten Seminare inspirieren und werfen Sie einen Blick auf die Methoden und Konzepte, aus denen sich meine Arbeit speist. Und dann finden wir gemeinsam heraus, welcher Rahmen, welche Tiefe und welcher Fokus für Ihre aktuelle Situation sinnvoll ist – passgenau, praxisnah und wirksam.
Sie sind hier richtig
Meine Fortbildungs‑ und Beratungsangebote richten sich an Fachkräfte und Angehörige aus Schule, Jugendhilfe und Familienarbeit:
- Lehrkräfte (Grundschule, Haupt-/Real‑/Oberschule, Gymnasium, Berufsschule, Förderschule/Sonderschule)
- Schulleitungen und Steuergruppen
- Schulsozialarbeit, Schulpsychologen, Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter
- Erzieherinnen und Erzieher, pädagogische Fachkräfte in Kitas und Ganztagsangeboten
- Beratungsstellen und multiprofessionelle Teams
- Pflegeeltern, Eltern und Familienbegleiterinnen/-begleiter
Meistgebuchte Seminare
Professioneller Umgang mit schwierigen Unterrichtssituationen
Sie lernen, Ihr Auftreten im Klassenzimmer mithilfe des Statusverhaltens nach Keith Johnstone bewusst zu steuern, besonders in herausfordernden Situationen. So erkennen Sie Machtkämpfe früh, bleiben gelassen und führen klar, während Sie Handlungssicherheit gewinnen und Unterrichtsstörungen konstruktiv angehen.
Emotionale und soziale Entwicklung professionell begleiten
Sie lernen, herausforderndes Verhalten von Schüler:innen mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung fachlich fundiert einzuordnen und angemessen darauf zu reagieren. So bleiben Sie auch in belastenden Situationen handlungssicher, gestalten tragfähige Beziehungen und schaffen eine lernförderliche, wertschätzende Klassenkultur.
Eigene Trigger erkennen, Muster verstehen, professionell reagieren
Sie verstehen ihre „roten Knöpfe“ im Schulalltag und lernen, ihre Reaktion in belastenden Situationen bewusster zu steuern. So bleiben Sie innerlich handlungsfähig, deeskalieren Konflikte und gestalten auch bei herausforderndem Verhalten eine klare, professionelle und beziehungsorientierte Lehrer:innenrolle.
Meine Arbeitsweise
- praxisnah, mit vielen Fallbeispielen aus dem Schulalltag
- theoretisch fundiert und verständlich aufbereitet
- ressourcen- und beziehungsorientiert
- reflexionsfördernd: Blick auf eigene Muster & Haltungen
Darum spreche ich von verstehender Pädagogik
Für mich heißt verstehende Pädagogik: die Perspektive, Bedürfnisse und Lebenswirklichkeit jedes Kindes in den Mittelpunkt zu stellen. Sie ist Haltung und Methode zugleich — aufmerksam zuhören, beschreibend beobachten und Kontext‑ sowie biografische Faktoren mitdenken, um die Funktion von Verhalten zu erkennen. Daraus entwickle ich beziehungsorientierte, passgenaue Maßnahmen, die Lernumgebung, Beziehung und individuelle Ressourcen gemeinsam verändern — nicht bloße Disziplin, sondern nachhaltige Unterstützung.
Ich halte sie für unverzichtbar, weil rein verhaltensorientierte oder pauschale Sanktionen meist nur Symptome behandeln und die Ursachen übersehen. Verhalten ist Reaktion auf Bedürfnisse oder Belastungen; ohne Kontextverständnis wirken Interventionen nicht und führen leicht zu Eskalation oder Schuldzuweisungen. Verstehende Pädagogik bildet für mich die Grundlage fairer, nachhaltiger und inklusionsfähiger Entscheidungen.
Wenn sie gelebt wird, verändert sich das Klima spürbar: Beziehungen werden stabiler, Interventionen präziser und die Selbstwirksamkeit der Lernenden wächst. Ich gewinne differenzierte Handlungsoptionen — von Unterrichtsanpassungen bis zu unterstützenden Gesprächen — statt reflexhafter Sanktionen. Langfristig bedeutet das: weniger Störungen, mehr Vertrauen und bessere Lernbedingungen für alle.

Meine Arbeit speist sich aus …
Ross W. Greene | Collaborative & Proactive Solutions (CPS)
Greene geht davon aus, dass herausforderndes Verhalten entsteht, wenn Anforderungen die vorhandenen Fähigkeiten eines Kindes übersteigen. Greens Leitsatz lautet: „Kinder machen ihre Sache gut, wenn sie können.“ Im schulischen Kontext bedeutet das, Probleme gemeinsam mit Schüler:innen zu klären und Lösungen kooperativ statt sanktionierend zu entwickeln.
Keith Johnstone | Statusverhalten
Das Status-Konzept beschreibt, wie Menschen in jeder Interaktion Hoch- oder Tiefstatussignale senden. Für Schule bedeutet das, dass Lehrkräfte Statusdynamiken bewusst steuern können, um Machtkämpfe zu vermeiden und gleichzeitig Führung und Beziehung aufrechtzuerhalten.
Eric Berne | Transaktionsanalyse
Die Transaktionsanalyse unterscheidet Kommunikation aus dem Eltern-Ich, Erwachsenen-Ich und Kind-Ich. Im schulischen Alltag hilft sie, konflikthafte Gesprächsmuster mit Schüler:innen, Eltern oder Kolleg:innen zu erkennen und gezielt im sachlich-reflektierten Erwachsenen-Ich zu bleiben.
Marcus Damm | Schemapädagogik
Die Schemapädagogik überträgt schematherapeutische Erkenntnisse in pädagogische Kontexte. In der Schule unterstützt sie Lehrkräfte dabei, auffälliges Verhalten als Ausdruck biografisch geprägter Muster zu verstehen und durch korrigierende Beziehungserfahrungen Entwicklung zu ermöglichen.
Traumapädagogik
Die Traumapädagogik geht davon aus, dass auffälliges oder stark herausforderndes Verhalten häufig auf belastende oder traumatische Erfahrungen zurückgeht. Im schulischen Kontext stehen Sicherheit, Verlässlichkeit, Beziehung und das Verständnis von Verhalten als sinnvolle Schutzstrategie im Mittelpunkt.